Königliche Musik in der Abteikirche (Tickets an der Abendkasse)

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Termine
Datum
22.09.2019 18:00 - 20:00
Autor
Kloster Kamp

Beschreibung

DSC 7079God save the King – Krönungsmusik für König George II in der Klosterkirche

Wahrhaft königliche Musik erwartet die Konzertbesucher der Abteikirche Kamp am 22. September um 18.00 Uhr.

Auf dem Programm stehen mit Georg Friedrich Händels „Coronation Anthems“ (Krönungshymnen für Georg II) sowie seinem „Utrechter Te Deum“ wahre Meisterwerke (nicht nur) der englischen Barockmusik.

Beide Werke zeichnen sich durch großen Klangsinn und eine fulminant-festliche Grundstimmung aus, die besonders in den teils gewaltigen Chören der Krönungshymnen zum Ausdruck kommt.

Es singt das Vokalensemble Dissonanz, Kamp-Lintfort, dessen Klangkultur mittlerweile weit über die Grenzen der Region bekannt ist. Begleitet wird der Chor von Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker. Die Leitung hat Abteiorganist Uwe Sin.

Karten zum Preis von 15,00 Euro (Jugendliche 6 Euro) sind an der Abendkasse erhältlich.

Vorbestellungen sind unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Zu den Werken

Als im Jahr 1727 nach dem Tod des englischen Königs Georg I die Krönung seines Sohnes bevorsteht, wird Georg Friedrich Händel für diesen festlichen Anlass mit der Komposition von vier Krönungshymnen beauftragt. Dies geschieht auf ausdrücklichem Wunsch des neuen Monarchen, der sich für seine Krönung in der Westminster Abbey eine Musik wünscht, die so festlich und großartig sein soll, wie irgend möglich („with all the pomp and magnificence that could be contrived“).

Die vier Coronation Anthems, die Händel daraufhin verfasste, waren dem Pomp und der Pracht des Ereignisses und dem Aufführungsort mehr als angemessen.

Man war (und ist noch heute) überwältigt von Händels majestätisch erhabener und erlesen jubilierender Musik, von seinen wundervollen melodischen Einfällen, die trotz aller kompositorischer Finesse bisweilen echten „Ohrwurmcharakter“ haben.

Seit ihrer Uraufführung im Jahr 1727 erklingt bis heute eine der Hymnen („Zadok The Priest“) bei jeder Krönung eines englischen Monarchen, zuletzt 1953 bei der Krönung Elisabeths II. - Und darüber hinaus seit 1992 im Grunde auch, wenn es heißt, die Fußballkönige Europas zu krönen: Der britische Komponist Tony Britten, Schöpfer der Champions-League Hymne, sieht sich ausdrücklich dem „Stil Händels“ verpflichtet und Händels Vorlage aus dem Jahr 1727 ist beim Hören der Champions-League-Hymne nicht zu verleugnen.

Das Utrechter Te Deum begeisterte schon bei seiner ersten Aufführung die Zuhörer und tut dies noch heute in den Konzertsälen und Kirchen weltweit. Es erklang zum ersten Mal in einem Festgottesdienst am 13. Juli 1713 in der Londoner St. Paul’s Cathedral zur Feier des in Utrecht geschlossenen Friedens, der nach zwölf Kriegsjahren den Spanischen Erbfolgekrieg beendete.

Zu dem Staatsakt in der Kathedrale kamen die führenden Personen des Königreichs zusammen, wodurch Händels Ansehen als Komponist festlicher Musik immens stieg. Berichten zufolge war die Aufführung für die Anwesenden ein ungeheures musikalisches Ereignis. Queen Anne, die ausGesundheitsgründen nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen konnte, ließ sich das Werk des Deutschen daraufhin einige Zeit später in ihren Privatgemächern vorspielen und war von der Komposition derart begeistert, dass sie Händel spontan ein Salär von jährlich 200 Pfund zubilligte, welches auch nach ihrem Tod weiter gezahlt wurde.

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